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Ayurveda – Anregung zur Stressminimierung

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Ayurveda Indien und Sri Lanka
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Ayurveda – Anregungen zur Stressminimierung

Stress ist mittlerweile ein untrennbarer Bestandteil unserer Existenz. Körper, Geist und Seele erleiden den täglichen Stress unter anderem durch emotionale, wirtschaftliche und angespannte Beziehungen, Anwachsen der Kriminalität, unaufhaltsame Preisanstiege, Druck am Arbeitsplatz, wachsender Abhängigkeit von Technik und nicht zuletzt unter unzureichendem natürlichen Licht und frischer Luft.

Laut Ayurveda betrifft uns Stress, wenn unser Gemüt sich in einem unausgewogenen Zustand befindet. Der Geist wird als ausgewogen erachtet, wenn er fest und stark ist, um Falsches und Richtiges zu unterscheiden. Einer Unausgewogenheit des Geistes folgt Unentschlossenheit und Stress.

Der Geist wird gesteuert von Prana Vata (ein Neben-Dosha von Vata, das Gehirn und Sinneswahrnehmung regelt) und Sadhaka Pitta (ein Neben-Dosha von Pitta, das Emotionen und Auswirkungen auf das Herz steuert).

Zusätzlich hat die Seele drei Gunas – Sattva (Wissen, Reinheit), Rajas (Aktivität, Leidenschaft) und Tamas (Trägheit, Unwissenheit). Psychische Störungen oder Ungleichgewichte entstehen, wenn die Sattva-Eigenschaften sinken und Rajas- und/oder Tamas-Eigenschaften ansteigen. Wenn Geist und Seele von Rajas oder Tamas dominiert werden, geraten die Neben-Doshas aus dem Gleichgewicht – Sadhaka Prana entwickelt eine brennende Wirkung und Prana Vata eine austrocknende Wirkung. Wenn dieser Zustand anhaltend ist, wird das Gemüt gestresst, maßgeblich durch psychisches Chaos, wie Angstzustände, Depressionen und nervöser Erschöpfung.

Umgang mit täglichem Stress:

Die jeweilige Belastbarkeit des Menschen im Umgang mit Stress hängt von der Höhe der Sattva-Eigenschaft in seinem Gemüt ab. So wie die Sattva-Eigenschaft abnimmt, verringert sich die mentale Stärke, Entschlossenheit und die Fähigkeit, Richtig von Falsch zu unterscheiden. Daher ist es ratsam, die Sattva-Eigenschaften für die Seele zu erhöhen und die Rajas- und Tamas-Eigenschaften zu minimieren. Ist Sattva ausreichend vorhanden, sind die Funktionen von Rajas und Tamas positiv und aufbauend. In diesem Zustand sind sie hilfreich für das Gleichgewicht und die Gesundheit.

Ernährungsregeln, regelmäßige Bewegung, aktiver Lebensstil und positives Denken sind einige der Faktoren, die helfen, Geist und Seele anzuregen und gesund zu halten. Hier sind einige einfache Regeln, die es Ihnen ermöglichen, mit dem täglichen Stress in einer guten Art und Weise umzugehen:

  • Richtig essen

Um den Stress zu reduzieren, sollten Sie Lebensmittel wählen die die Sattva-Eigenschaften erhöhen, wie frisches Obst, Fruchtsäfte, Nüsse, getrocknete Früchte, Honig, Milch, Ghee (geklärte Butter), frische Butter, Buttermilch, usw. Versuchen Sie den Konsum an Tee, Kaffee, Weißmehl-Produkten, Schokolade, Produkte mit weißem Zucker, frittierte Lebensmittel und scharfe Gewürze zu vermeiden, da diese die Rajas-Eigenschaften erhöhen. Lebensmittel, die einen Anstieg der Tamas-Eigenschaften zur Folge haben, sind Fleisch-, Fisch- und Eiergerichte, abgepackte oder mit chemischen Zusatzstoffen versehene Lebensmittel. Diese sollten Sie so gut wie möglich meiden.

  • Meditation

Bei der Meditation sind Ihre Gedanken für einen längeren Zeitraum auf eine Sache konzentriert. Die Praxis hilft, den Atmungsprozess zu verlangsamen, normalen Blutdruck zu erreichen, die Muskeln und Nerven zu entspannen und infolgedessen Stress abzubauen.

  • Atmung überwachen

Unsere Atmung ist eng mit unserem Gehirn verbunden. Sobald wir unter Stress geraten, neigen wir zur kurzen und flachen Atmung mit einer schlechten Auswirkung auf unsere Atmungsorgane. Sobald Sie unter Stress geraten, sollten Sie bewusst versuchen, Ihre Atmung zu beobachten. Sitzen in einer entspannten Position und einige tiefe Atemzüge helfen Ihnen sicher, sich besser zu fühlen. Bei richtiger Atmung unterstützen wir die Prana-Energie (Lebensenergie Luft) innerhalb des Körpers. Das unterstützt die freie Sauerstoffzirkulation im Körper und somit das Erreichen der lebenswichtigen Organe.

  • Ausreichender Schlaf

In unserer heutigen konkurrenzbetonten Welt gelingt es den meisten Menschen nicht mehr,

angemessenen, gesunden und regelmäßigen Schlaf zu finden. Besonders Berufstätige sind davon betroffen. Unzureichender Schlaf behindert die Verdauung im Körper und kann zur Ungleichgewichtung der Doshas führen. In diesen Situationen ist der Körper nicht in der Lage, wirksam mit Stress umzugehen.

  • Probieren Sie Panchakarma

Panchakarma-Therapien wie Abhyanga (Ganzkörpermassage) und Shirodhara (Stirn-Ölguß) lockern effektiv Verspannungen der Nerven und beseitigen negative Gedanken.

  • Sprechen Sie sich aus

Die meiste Zeit sind wir nicht in der Lage, den Stress loszuwerden, weil wir davor zurückschrecken, darüber zu reden oder ihn uns selbst einzugestehen.

Nicht zu vergessen – jedes Mal, wenn wir den Stress unterdrücken, häuft sich mehr und mehr an und dringt in unser Leben ein. Wenn Sie bis zum jetzigen Zeitpunkt Ihre Probleme für sich behalten haben, wird es Zeit eine Person ins Vertrauen zu ziehen.

Ebenso könnten Sie damit beginnen, Ihre Gedanken nieder zu schreiben. Sobald dies geschieht, werden Sie auch in der Lage sein, in Richtung einer Lösung zu denken und sich somit besser fühlen.

  • Organisieren Sie sich

Wenn Sie im Berufsleben stehen, ist der Zeitmangel mit Sicherheit der größte Stressfaktor in Ihrem Leben. Eine bessere Organisation ist empfehlenswert, Vorbereitung von Arbeitsplänen, Erstellen von Checklisten und Bearbeitung nur einer Aufgabe zu einer bestimmten Zeit. Bei dieser Einteilung werden Sie in der Lage sein, mehrere Faktoren unter Kontrolle zu halten, die unnötige Hektik in Ihr Leben bringen.